Kann ein Zahn nicht mehr gerettet werden, oder sind bereits Zahnlücken vorhanden, können diese Lücken mit einer Zahnbrücke geschlossen werden. Für das Fehlen von Zähnen kann es verschiedene Gründe geben: Ein Zahn ist so stark von Karies befallen, dass er trotz Wurzelbehandlung nicht mehr gerettet werden kann, Parodontose hat zum Zahnverlust geführt, oder ein Unfall ist die Ursache.
Zahnlücken können mehrere Probleme verursachen. Nicht nur Optik und Selbstbewusstsein leiden darunter, auch die verbleibenden Zähne können sich verschieben oder kippen. Eine Brücke kann hier helfen. Allerdings müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit eine Zahnbrücke eingesetzt werden kann.
Das Zahnfleisch, die Zähne und der Kieferknochen müssen frei von Entzündungen sein. Außerdem müssen stabile Pfeilerzähne vorhanden sein, an denen die Brücke befestigt wird. Fehlen geeignete Pfeilerzähne, können Implantate als Pfeiler eingesetzt werden.
Welche Vor- und Nachteile hat eine Zahnbrücke?
Ein großer Vorteil der Zahnbrücke ist die lange Haltbarkeit. Bei guter Pflege kann sie 10 bis 15 Jahre oder länger halten.
Das Einsetzen von Zahnbrücken ist eine bewährte Routinebehandlung. Eine gut sitzende Brücke verteilt den Kaudruck gleichmäßig und stellt die Kaufunktion wieder her. Außerdem schließt sie die Lücke optisch unauffällig.
Es gibt aber auch Nachteile. Zur Befestigung der Brücke müssen die Nachbarzähne beschliffen und mit Kronen überzogen werden, auch wenn sie gesund sind. Am Kronenrand kann sich leichter Karies bilden. Auch die zusätzliche Belastung der Pfeilerzähne kann zum Problem werden.
Vier Arten von Zahnbrücken
Nicht jede Zahnbrücke ist gleich, so wie auch nicht jede Situation gleich ist. Man unterscheidet folgende Arten:
Herkömmliche Zahnbrücke
Die herkömmliche Zahnbrücke ist die häufigste Form und kommt zum Einsatz, wenn Lücken von einem oder mehreren Zähnen geschlossen werden sollen. Dafür müssen natürliche Pfeilerzähne auf beiden Seiten der Lücke vorhanden sein, die beschliffen und mit einer Krone überzogen werden. An diesen Pfeilerzähnen wird die Brücke mit den künstlichen Zahngliedern befestigt. Die herkömmliche Zahnbrücke ist stabil genug, um auch Backenzähne zu ersetzen.
Extensionsbrücke
Bei einer Extensionsbrücke wird der fehlende Zahn nur von einer Seite getragen. Dafür wird der Pfeilerzahn beschliffen und mit einer Krone versehen, an der das künstliche Zahnglied befestigt ist. Da die Brücke nur einseitig gestützt wird, kann eine Hebelwirkung entstehen. Dadurch kann sich die Krone lockern, oder der Zahn kann brechen.
Klebebrücke
Die Klebebrücke gilt als besonders zahnschonende Variante. Das künstliche Zahnglied wird an kleinen Flügeln aus Metall oder Keramik befestigt, die auf die Rückseite der Nachbarzähne geklebt werden. Bei dieser Methode werden keine Kronen benötigt.
Der große Vorteil: Die gesunden Zähne müssen nicht beschliffen werden. Der Nachteil: Die Klebebrücke hält nur so gut wie die Klebeverbindung. Bei starker Belastung kann sie sich lösen. Deshalb ist diese Brücke nicht für Patienten geeignet, die stark mit den Zähnen pressen oder knirschen.