Was ist eine Zahnfüllung?
Zahnfüllungen sind eine gängige Methode zur Behandlung von Karies, die zu kleineren Löchern in den Zähnen geführt hat. Bei einer Füllung füllt Ihr Zahnarzt diese Löcher mit einem Füllungsmaterial, in unserer Praxis mit Komposit. Dies ist zwar ein einfacher, routinemäßiger Eingriff, danach können die Zähne aber eine Zeit lang empfindlich sein.
In den meisten Fällen klingt die Zahnempfindlichkeit je nach Ursache nach einigen Tagen oder Wochen ab.
Woher wissen Sie, ob Sie eine Zahnfüllung benötigen?
Menschen jeden Alters, auch kleine Kinder, können eine Zahnfüllung benötigen. Vielleicht haben Sie bohrende Zahnschmerzen, plötzliche Schmerzen beim Beißen oder reagieren empfindlich auf Hitze und Kälte. Möglicherweise haben Sie sogar ein Loch bemerkt oder Speisereste, die sich in einem beschädigten Zahn festsetzen.
Gründe für die Notwendigkeit einer Zahnfüllung
Zahnkaries: Zahnkaries ist die häufigste Ursache für Füllungen. Plaque entsteht, wenn sich Bakterien von Zucker und Stärke ernähren, die durch Essen oder Trinken auf den Zähnen zurückbleiben. Die Säuren in der Plaque greifen Ihren Zahnschmelz (die harte Schutzschicht auf Ihren Zähnen) an und verursachen winzige Löcher, die dann größer werden.
Erosion: Ihre schützende Schmelzschicht kann durch Säuren in bestimmten Lebensmitteln und Getränken oder bei einigen Erkrankungen wie Reflux oder einem Zwerchfellbruch (Hiatushernie) abgebaut werden. Auch eine falsche oder zu kräftige Putztechnik kann den Zahnschmelz schädigen.
Absplitterung: Ein Zahn kann durch eine Verletzung oder beim Beißen auf etwas sehr Hartes abbrechen oder absplittern. Dadurch kann das Innere des Zahnes freiliegen, und mit der Zeit kann Karies entstehen.
Abnutzung: Die Zähne nutzen sich ab, zum Beispiel durch zu kräftiges Putzen oder Zähneknirschen.
Wie läuft eine Zahnfüllung ab?
Mit modernen Füllungsmaterialien lassen sich auch stark zerstörte Zähne noch reparieren. Wenn nötig, betäubt Ihr Zahnarzt die zu behandelnde Stelle, meist mit einer örtlichen Betäubungsspritze.
Dann entfernt er alle kariösen oder geschwächten Teile des Zahnes. Anschließend formt, reinigt und trocknet er den restlichen Zahn, damit die Füllung haften kann. Zum Schluss füllt er das Loch mit Komposit und prüft, ob sich Ihr Biss richtig anfühlt, wenn Sie die Zähne schließen.
Welche Arten von Füllungen gibt es?
Welche Art von Behandlung Sie benötigen, hängt davon ab, wie groß der Schaden ist und welcher Zahn betroffen ist. Ihr Zahnarzt wird mit Ihnen alle Möglichkeiten besprechen:
- Amalgam: Diese traditionellen silberfarbenen Füllungen bestehen aus Quecksilber und Metallen wie Silber, Zinn und Kupfer. Seit dem 1. Januar 2025 darf Amalgam in der EU wegen des enthaltenen Quecksilbers grundsätzlich nicht mehr verwendet werden. In der Zahnarztpraxis Dr. Tomko arbeiten wir schon seit vielen Jahren nicht mehr mit Amalgam.
- Komposit: Kompositfüllungen werden oft als „weiße Füllungen“ bezeichnet, dabei können sie genau an die Farbe Ihrer Zähne angepasst werden. Sie sehen natürlich aus und eignen sich daher besonders, wenn Ihre Füllung beim Lächeln, Lachen oder Reden sichtbar ist. Ob eine Zuzahlung anfällt, hängt von der Art der Füllung ab. Wir beraten Sie gerne.
- Inlays und Overlays: Wenn eine Standardfüllung nicht geeignet ist, kann Dr. Tomko ein Inlay oder Overlay (manchmal auch Onlay genannt) empfehlen. Sie eignen sich besonders für größere Kauflächen, z. B. bei den Backenzähnen. Inlays passen in das Loch in Ihrem Zahn, während Overlays die Form des Zahnes aufbauen. Sie können aus Metall, Komposit oder Keramik hergestellt werden. Keramik ist ideal, wenn Sie eine praktisch unsichtbare Lösung suchen.
Wenn das Loch sehr tief ist oder das Innere des Zahnes beschädigt ist, benötigen Sie möglicherweise eine Wurzelkanalbehandlung, um den Zahn zu erhalten. Eine Wurzelfüllung ist dabei nicht dasselbe wie eine normale Füllung.
Was soll man nach einer Füllung tun?
Durch die örtliche Betäubung fühlen sich Zahnfleisch, Zunge, Wangen und sogar die Lippen eine Weile taub an. Bis die Wirkung nachlässt, kann es beim Sprechen, Kauen und Trinken zu Schwierigkeiten kommen. Wenn das Gefühl zurückkehrt, spüren Sie eventuell ein Kribbeln. Kauen Sie eine Weile nicht auf der behandelten Seite, zum einen, um Ihre Füllung zu schützen, und zum anderen, um sich nicht versehentlich auf Wange oder Zunge zu beißen.
Wie können Sie verhindern, dass eine Füllung nötig wird?
Zahnfüllungen sind eine sehr gute Möglichkeit, Zahnlöcher zu reparieren, und können Zahnschmerzen stoppen und weitere Karies verhindern. Noch besser ist es aber, wenn es gar nicht erst zu einem Loch im Zahn kommt. Neben der Beratung durch Ihren Zahnarzt oder Dentalhygieniker helfen dabei folgende Maßnahmen:
- Zuckerhaltige oder saure Lebensmittel und Getränke reduzieren. Wenn Sie z. B. den ganzen Tag über ein zuckerhaltiges Getränk trinken, sind Ihre Zähne länger dem Zucker ausgesetzt, und Ihr Mund hat keine Chance, sich zu erholen.
- Regelmäßige Besuche bei Ihrem Zahnarzt und Ihrem Dentalhygieniker
- Vor dem Zähneputzen die Zahnzwischenräume reinigen
- Zweimal täglich mindestens zwei Minuten lang die Zähne putzen
- Die richtige Zahnpasta verwenden: Ihr Zahnarzt oder Dentalhygieniker berät Sie, welche für Sie am besten ist.
- Die Zahnbürste (oder den Aufsatz der elektrischen Zahnbürste) mindestens alle drei Monate wechseln
Was ist nach einer Zahnfüllung zu erwarten?
Vor einer Füllung betäuben Zahnärzte oft den Bereich um den betroffenen Zahn. Deshalb spüren Sie in den ersten ein bis zwei Stunden nach Ihrem Termin wahrscheinlich nichts. Sobald die Betäubung nachlässt, bemerken Sie vielleicht einige ungewöhnliche Empfindungen im Mund.
Dazu gehören:
- Zahnschmerzen, besonders wenn Sie kalte Luft einatmen oder heiße oder kalte Speisen und Getränke zu sich nehmen
- Empfindliches Zahnfleisch
- Schmerzen rund um die Füllung
- Schmerzen beim Zusammenbeißen der Zähne
- Schmerzen am betroffenen Zahn beim Essen, Zähneputzen oder bei der Verwendung von Zahnseide
Was ist die Ursache für Zahnempfindlichkeit nach einer Zahnfüllung?
Es kann verschiedene Gründe geben, warum Ihr Zahn empfindlich ist.
Pulpitis
Bevor ein Loch gefüllt wird, entfernt Ihr Zahnarzt den kariösen Teil Ihres Zahnes mit einem Bohrer, der Wärme erzeugt. In seltenen Fällen entzündet sich dabei die Pulpa, also das Bindegewebe im Inneren des Zahnes. Diese Entzündung nennt man Pulpitis. Wird nicht das gesamte kariöse Gewebe entfernt, kann es auch zu einer Infektion der Pulpa kommen. Dann kann das Zahnfleisch anschwellen, oder es bildet sich Eiter in der Nähe des Zahnes.
Es gibt zwei Arten von Pulpitis. Die erste ist die reversible Pulpitis, bei der der Zahn empfindlich ist, sich die Pulpa aber wieder erholt. Die zweite ist die irreversible Pulpitis, bei der die Pulpa nicht heilen kann und der Zahn eine Wurzelkanalbehandlung benötigt.
Änderung des Bisses
Manchmal steht eine Füllung etwas höher als die anderen Zähne. Dann kann es schmerzhaft sein, den Mund zu schließen, weil der betroffene Zahn zusätzlich belastet wird. In einigen Fällen kann die Füllung beim Beißen sogar brechen. Wenden Sie sich deshalb an Ihren Zahnarzt, sobald Sie ein Problem mit Ihrem Biss bemerken.
Verschiedene Füllungsmaterialien
Sie können auch Schmerzen oder Empfindlichkeit spüren, wenn zwei verschiedene Metalle im Mund aufeinandertreffen. Wenn zum Beispiel ein Zahn eine Goldkrone hat und der Zahn darüber oder darunter eine Amalgamfüllung, kann ein seltsames Gefühl entstehen, wenn sie sich berühren.
Übertragener Schmerz
Häufig spürt man auch Schmerzen in den Zähnen rund um den behandelten Zahn. Dies liegt an einem Phänomen namens „übertragener Schmerz“, bei dem man Schmerzen in einem anderen Bereich als der Schmerzquelle spürt.
Allergische Reaktion
Die Empfindlichkeit nach einer Zahnfüllung kann eine allergische Reaktion auf die in der Füllung verwendeten Materialien sein. Sie können auch einen Ausschlag oder Juckreiz in der Nähe bemerken. Wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt, wenn Sie glauben, dass Sie eine allergische Reaktion haben könnten. Ihr Zahnarzt kann die Füllung dann durch ein anderes Material ersetzen.
Wie soll man mit Zahnempfindlichkeit nach einer Füllung umgehen?
So können Sie die Zahnempfindlichkeit verringern:
- ein entzündungshemmendes Schmerzmittel wie Ibuprofen einnehmen
- vorübergehend auf heiße oder kalte Speisen und Getränke verzichten
- vorübergehend auf säurehaltige Lebensmittel und Getränke wie Zitrusfrüchte, Wein und Joghurt verzichten
- sanft putzen und Zahnseide verwenden
- eine desensibilisierende Zahnpasta verwenden
- auf der anderen Seite des Mundes kauen
Ein Problem mit Ihrem Biss ist die häufigste Ursache für Empfindlichkeit. Wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Zahnarzt, wenn Sie ein Problem mit Ihrem Biss haben. Oft bemerken Sie es erst, wenn die Betäubung nachgelassen hat. Ihr Zahnarzt kann die Füllung dann so anpassen, dass sie besser zu Ihren anderen Zähnen passt.
Wenn Sie eine Pulpitis haben, die nach einigen Wochen nicht von selbst abklingt, benötigen Sie möglicherweise eine Wurzelbehandlung.
Wie lange bleibt die Zahnempfindlichkeit?
Die Empfindlichkeit nach einer Zahnfüllung sollte innerhalb von zwei bis vier Wochen abklingen. Wenn sie in dieser Zeit nicht besser wird oder länger als vier Wochen anhält, wenden Sie sich an Ihren Zahnarzt.
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